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Grundlegend muss bei der Wahl die Immobilie nicht nur die Bausubstanz, sondern das gesamte Umfeld in die Bewertung einbezogen werden. In ländlichen Gegenden und Kleinstädten werden die Preise allenfalls stabil bleiben, eine Preissteigerung ist nicht zu erwarten. Wer sein Haus nach einer Anzahl von Jahren wieder veräußern will, sollte nicht auf einen Gewinn hoffen.
In kreisfreien Städten und Metropolen hingegen können in den kommenden Jahren deutliche Preissteigerungen zwischen ein und zwei Prozent erwartet werden. Dass zudem die Mieten steigen werden, wirkt sich auf Anleger aus, die ihren Wohnraum nicht selbst nutzen, sondern vermieten. Wichtig dabei ist der Standort. Eine gute Lage mit Anbindung zu Schulen, Einkaufsmöglichkeiten, öffentlichen Verkehrsmitteln, Ärzten etc. kann selbst eine weniger gute Bausubstanz wettmachen.
Denkmalschutz-Immobilien als Kapitalanlage sind In
Besonders im Trend liegt Altbau, sowohl bei Anlegern als auch bei Mietern. Altbau ist in zweierlei Hinsicht rentabel. Können zum einen unter bestimmten Voraussetzungen kräftig Steuern gespart werden, liegt die zu erwartende Rendite bei sorgfältiger Auswahl der Immobilie um einiges höher als bei einem Neubau.
Letzte legale Möglichkeit, Steuern zu sparen
Für die Sanierung eines Altbaus können im ersten Jahr sämtliche Kosten von der Steuer abgesetzt werden, in den darauf folgenden acht Jahren können immerhin noch 9 Prozent geltend gemacht werden und während der darauf folgenden vier Jahre können sich Anleger noch sieben Prozent der Sanierungskosten vom Fiskus zurückholen. Ziel ist es, den Erhalt alter und wertvoller Bausubstanz reizvoll zu machen und zu fördern. Für Anleger bedeutet dies, dass sie sich über jene Steuervorteile bis zu 30 Prozent der Investitionskosten zurückholen können.
Möglichst hoher Sanierungsanteil ist wichtig
ABER: Nicht jede Sanierungsmaßnahme wird vom Fiskus durchgewinkt. Entsteht im Zuge der Sanierungsarbeiten zusätzlich Wohnraum wie durch den Ausbau von Dachgeschoss oder Souterrain, dann kann es passieren, dass die Denkmal-AfA nicht gewährt wird. Im Zweifelsfalle sollte schon vor dem Sanierungsbeginn beim Finanzamt nachgefragt werden, welche Posten von der Steuer abgesetzt werden können. Grundsätzlich aber sollten Anleger immer so rechnen, dass sich die Investition auch ohne steuerlichen Vorteil rentiert.
Da die Qualitätsansprüche an Altbau-Immobilien gestiegen sind, sollten Anleger darauf achten, dass sie ihre Sanierungsmaßnahmen fachgerecht ausführen lassen und sie durch eine Instanz wie den TÜV kontrollieren lassen.
Neubau-Immobilien als langfristige Kapitalanlage
Wer sein Vermögen hingegen in einen Neubau zu investieren plant, kann nur langfristig mit einem Wertzuwachs rechnen. Auch hier sind Neben der Bausubstanz und einer gescheiten Raumaufteilung Lage und Umfeld ganz entscheidende Kriterien bei der Auswahl. Gegenüber einem Altbau hat der Neubau den großen Vorteil der Energieeffizienz. Eine Wärmedämmung bei einer denkmalgeschützten Fassade ist ausgeschlossen und so kann der Neubau gerade bei preisbewussten Käufern oder Mietern punkten. Bei der Planung einer neuen Immobilie ist zudem ein großer Vorteil, wenn der Wohnraum möglichst barrierefrei gestaltet wird. So kommen auch ältere Mieter als Zielgruppe in Frage und die Gefahr eines Wohnungsleerstandes verringert sich.
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